| Lateinischer Text Martin Bachmaier 2026 |
Wörtliche Übersetzung ins Deutsche |
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| 1. | Pompa, cantu cornuum, Simon *, o te Cananæum, Christi colimus apostolum. Petit plebs se tibi dans, gaudiorum nave stans ferventissimum. |
Mit Festgepränge, mit dem Klang der Hörner, Simon, o dich, den Eiferer (aramäisch: Qan'aná) verehren wir als Christi Apostel. Es bittet das Volk sich dir gebend, in der Freuden Schiffe stehend den Glühendsten. |
| 2. | Des ardores animi, vir parate Zelotesque, ** nostro cælitus antistiti. Servet iuxta ius ac fas diœcesin, gazas has. Ipsi subveni. |
Mögest geben Gluten des Geistes entschlossener Mann und Eiferer (griech.: Zelotés), unserem Bischof vom Himmel her. Er erhalte nach Recht und auch göttlichem Gesetz die Diözese, diese Schätze. Ihm komm zu Hilfe. |
| 3. | Omni cæli gratia caritate, fide, zelo cunctos sacerdotes adiuva. Ut altari sæpe stent, verbum vulgent, vulgo dent Iesum dextera. |
Mit aller Himmels-Gnade, mit Liebe, mit Treue, mit Eifer alle Priester unterstütze. Aufdass sie häufig am Altare stehen, das Wort unters Volk bringen, dem Volke reichen Jesus mit der rechten Hand. |
| 4. | Serva tu familias, Canæ tu beate sponse. Regnent amor hic et unitas. Vallo muni vitæ ius. Liberorum dona plus. Partus protegas. |
Erhalte die Familien du beglückter Bräutigam von Kana. Herrschen mögen Liebe hier und Einigkeit. Mit einem Schutzwall sichere des Lebens Recht. Der Kinder schenke mehr. Die Geburten mögest du beschützen. |
| 5. | Vim succende fidei, Iesu legis sacer ardor, parvis cordibus. Hæc erudi. Frena motus feros hic. Bonos actus benedic. Mores expoli. |
Die Kraft des Glaubens entzünde du heilige Feuersglut für Jesu Gesetz, in den jungen Herzen. Diese bilde ("entrohe"). Zügle die wilden Regungen hier. Die guten Taten segne. Die Sitten verfeinere. |
| 6. | Fratrum cœtus augeas, qui tulisti lumen Persis. Paupertatis æqua semitas. Sint et sanctæ missæ mos et solvendi vota flos. Fractos erigas. |
Mögest der Brüder Ordensgemeinschaften gedeihen machen, der du gebracht hast das Licht den Persern. Der Armut Pfade ebne. Es mögen herrschen sowohl der heiligen Messe Brauch als auch des Einhaltens der Gelübde Jugendblüte. Die Gebrochenen richte auf. |
| 7. | Fulci tu præpositos, secte serra Suaniri, Dita mentibus virtutis hos. Tueantur ius ac fas, vitæ formam, gazas has, victus sobrios. |
Stütze du die Pröpste (Äbte, Klostervorsteher), du in Suaniri mit der Säge Zerschnittener. Bereichere mit den Gesinnungen der Tugend diese. Sie mögen beobachten Recht und dazu göttliches Gebot, des Lebens Form (= die Ordensregel), diese Schätze, die nüchterne Lebensweise. |
*: Simon mit Ton auf der ersten Silbe ist griechisch, als Name aber in Anlehnung an den hebräischen Namen Sim(e)-ón mit Endbetonung gewählt. Da die Latinisierung zu Simo (etwa durch Plautus) den Bezug zum hebräischen Simeon nur noch schwerlich erkennen ließe, hat ihn Hieronymus im Nominativ und Vokativ unlatinisiert, also griechisch gelassen. In den anderen Casus, Simónis, Simóni, Simónem, würde sich der Ton im Lateinischen auf das lange o (wie im Hebräischen) verschieben, im Griechischen wäre dies aber nur im Dativ, Simóni, der Fall, während Genitiv Símonos und Akkusativ Símona ihren Ton auf der ersten Silbe behalten würden.
**: Das Enklitikon -que in Strophe 2, Vers 2, repariert die durch die Latinisierung von Zelotes entstandene Betonung auf der Mittelsilbe "lo". Im Griechischen wird Zelotes nämlich auf der letzten Silbe, betont, bei zelos (Strohe 3), dem Eifer, auf der ersten, nie aber auf dem o.