Bilder:  Bis auf die Bilder neben den Gebeten "O meine Gebieterin", "Mutter mit dem Jesuskind", "Unter deinen Schutz und Schirm" und "O Maria, hilf" (die Internetquelle jeweils durch Klick auf das Bild) sind alle Bilder aus den folgenden vier arabischsprachigen Agni-Parthene-Videos: 

Die schönsten und wichtigsten Mariengebete

Der Engel des Herrn (Angelus Domini)

Der Engel des Herrn wird von Dreifaltigkeitssonntag in der Früh bis einschließlich Karsamstag in der Früh gebetet, und zwar dreimal täglich, morgens, mittags und abends.

Der Engel des Herrn
brachte Maria die Botschaft,
und sie empfing vom Heiligen Geist.
Gegrüßet seist du Maria …

Maria sprach:
Siehe, ich bin die Magd des Herrn,
mir geschehe nach deinem Wort.
Gegrüßet seist du Maria …

Und das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt.
Gegrüßet seist du Maria …

Bitte für uns, heilige Gottesgebärerin,
aufdass wir würdig werden
der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Dann kann ein Ehre sei dem Vater folgen, und nach gutem alten Brauch sollte noch ein Vaterunser gefolgt von einem Gegrüßet seist du Maria für die Armen Seelen im Fegefeuer gebet werden.

Freu dich, du Himmelskönigin (Regina caeli)

Das Regina caeli ersetzt von Karsamstag mittags an bis einschließlich Samstag nach Pfingsten den Engel des Herrn. Es wird ebenso dreimal täglich gebetet, morgens, mittags und abends.

Freu Dich, du Himmelkönigin,
 Halleluja,
Den du zu tragen würdig warst,
 Halleluja,
Er ist auferstanden, wie er gesagt hat,
 Halleluja,
Bitt´ Gott für uns.
 Halleluja.

Freu Dich und frohlocke, Jungfrau Maria,
 Halleluja,
Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden,
 Halleluja.

Lasset uns beten. O Gott, du hast durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus die Welt erfreuen wollen. Wir bitten dich: lass uns durch seine Mutter, die Jungfrau Maria, die Freuden des ewigen Lebens erlangen, durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Ave, Stern der Meere (Ave maris stella)

Ave, Stern der Meere,
Gottesmutter hehre,
allzeit Jungfrau, süße
Tür zum Paradiese.

Aus des Engels Munde
ward die frohe Kunde.
Uns den Frieden spende,
Evas Namen wende!

Lös das Band der Sünden,
bringe Licht den Blinden,
unsern Übeln wehre,
jeglich' Gut beschere!

Dich als Mutter zeige,
und erhörend neige
der sich, der auf Erden
kam den Sohn zu werden!

Jungfrau allzeit reine,
sanft und mild wie keine,
schuldlos lass auf Erden
sanft und keusch uns werden!

Woll' ein reines Leben,
sichern Pfad uns geben,
dass in Himmelshöhen
froh wir Jesus sehen!

Lob sei Gott, dem Vater,
Preis dem höchsten Sohne
und dem Heil'gen Geiste;
jedem gleiche Ehre!

O meine Gebieterin (O domina mea; Weihegebet)

O meine Gebieterin,
o meine Mutter,
dir bringe ich mich ganz dar.

Und um dir meine Hingabe
zu bezeigen,
weihe ich dir heute
 • meine Augen,
 • meine Ohren,
 • meinen Mund,
 • mein Herz,
 • mich selber ganz und gar.

Weil ich also dir gehöre,
o gute Mutter,
bewahre und beschütze mich
als dein Gut und Eigentum!
Amen.

Heilige Maria, Mutter Gottes und Jungfrau (Weihegebet)

Heilige Maria,
Mutter Gottes und Jungfrau,
ich erwähle dich heute
zu meiner Herrin,
Beschützerin und Mutter.

Ich nehme mir fest vor,
dich nie zu verlassen,
nie etwas gegen dich
zu sagen oder zu tun,
noch zuzulassen,
dass von anderen etwas
wider deine Ehre geschieht.

Ich bitte dich daher:
Nimm mich an zu deinem
ewigen Diener,
mach mich zu einem
treuen Zeugen Christi,
deines Sohnes,
steh mir bei
in allen meinen Handlungen
und verlass mich nicht
in der Stunde meines Todes!
Amen.

Jungfrau, Mutter Gottes mein (Weihegebet)

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein,

dein im Leben, dein im Tod,
dein in Unglück, Angst und Not,
dein in Kreuz und bittrem Leid,
dein für Zeit und Ewigkeit!

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein!

Mutter, auf dich hoff’ und baue ich.
Mutter, zu dir ruf’ und seufze ich.
Mutter, du Gütigste, steh mit bei!
Mutter, du Mächtigste, Schutz mir leih!

O Mutter, so komm, hilf beten mir!
O Mutter, so komm, hilf streiten mir!
O Mutter so komm, hilf leiden mir!
O Mutter, so komm und bleib bei mir!

Du kannst mit ja helfen, o Mächtigste!
Du willst mir ja helfen, o Gütigste!
Du musst mir nun helfen, o Treueste!
Du wirst mir auch helfen, Barmherzigste!

O Mutter der Gnaden, der Christen Hort!
Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!
Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!
Du Trost der Betrübten, ihr Schutzpanier!

Wer hat je umsonst deine Hilf’ angefleht?
Wann hast du vergessen ein kindlich’ Gebet?
Drum ruf’ ich beharrlich im Kreuz und im Leid:
Maria hilft immer, sie hilft jederzeit.

Ich ruf’ voll Vertrauen in Leiden und Tod:
Maria hilft immer, in jeglicher Not.
So glaub’ ich und lebe und sterbe darauf:
Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein,

dein im Leben, dein im Tod,
dein in Unglück, Angst und Not,
dein in Kreuz und bittrem Leid,
dein für Zeit und Ewigkeit!

Jungfrau, Mutter Gottes mein,
lass mich ganz dein eigen sein!

Nimm hin, Maria (Ganzhingabe an Maria; Weihegebet)

Der selige Pater Rupert Mayer trug das folgende Gebet an die Gottesmutter, handgeschrieben auf einem kleinen Zettel, stets mit sich. (Am 30. August 1908. Beilngries b/Strauss)
Der Text scheint im 6. Verspaar nach "höre" gekürzt zu sein; der vollständige Text liegt mir nicht vor. Es möge sich jeder selber bei "…" einen Vers hinzudichten, der sich auf "höre" reimt.
Ich etwa füge infolge meiner Lehrtätigkeiten hinzu: "so meine Schüler in den Himmel führe."

Nimm hin, Maria, nun mein ganzes Leben.
Für immer will ich's dir zu eigen geben.

Nimm hin mein Herz mit allen seinen Trieben.
Dein Name steht darin mit Gold geschrieben.

Nimm hin das Aug'. Auf dich nur will ich sehen
und dir nachfolgend in den Himmel gehen.

Nimm hin die Hand. So wolle sie erfassen.
Dein Kind will nur von dir sich führen lassen.

Nimm hin die Füße, dass sie dir nachwandeln.
Ich will wie du nach Gottes Willen handeln.

Nimm hin das Ohr, dass ich auf dich nur höre.

Nimm hin die Stirn. Entfern die Sorg', du Reine,
dass sie als Abglanz deiner Milde scheine.

Nimm hin Verstand und alle meine Gaben.
Ich will sie nur zu deiner Ehre haben.

Nimm hin, was mir verliehn an Glück und Freuden.
Lass leben mich und lass mich mit dir leiden.

Nimm ganz mich hin und was ich bin und habe.
Dir schenk' ich mich zur ew'gen Liebesgabe.

Pater Rupert Mayer S.J. (* 23. Januar 1876 in Stuttgart, † 1. November 1945 in München) war ein Jesuit (S.J. = Societas Jesu). Sein Grab befindet sich in der Bürgersaalkirche in München. Am 3. Mai 1987 wurde er von Papst Johannes Paul II. im Olympiastadion in München seliggesprochen.

Sei gegrüßt, o Königin (Salve Regina)

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit! Unser Leben, unsere Süßigkeit und unsere Hoffnung, sei gegrüßt!

Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas. Zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.

Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes,

o gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!

Mutter mit dem Jesuskind (Gebet zur Mutter des guten Rates)

Mutter mit dem Jesuskind,
Mutter du vom guten Rat,
da ich keinen Weg mehr find',
zeig mir du den rechten Pfad!

 


 

Auf einem Gebetszettel des Miriam-Verlags steht dieses Gebet unter dem Bild links in der Wir-Form. Es heißt da:

 

Mutter mit dem Jesuskind,
Mutter du vom guten Rat,
da wir keinen Weg mehr finden,
zeig uns du den rechten Pfad!

 

Damit hat sich mit "finden" statt "find'" nicht nur der Reim auf "-kiind" verschlechtert, sondern auch die Metrik, indem der dritte Vers nun nicht mehr männlich, sondern weiblich endet.
Zudem gleicht dieses Gebet aufgrund seiner Kürze schon fast einem Stoßgebet. Und Stoßgebete betet man allein.
So bevorzuge ich also die obige Ich-Form.

Gedenke, o gütigste und süßeste Jungfrau (Memorare)

Gedenke, o gütigste und süßeste Jungfrau Maria, dass es von Ewigkeit nicht gehört worden ist, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht nahm, deinen Beistand anrief und um deine Fürbitte flehte, von dir sei verlassen worden! Von diesem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, Jungfrau der Jungfrauen. Mutter, zu dir komme ich, vor dir stehe ich seufzend als Sünder. Verschmähe nicht meine Worte, du Mutter des Wortes, sondern höre sie gnädig an und erhöre mich! Amen.

Oder: Gedenke, o mildreichste Jungfrau Maria, niemals ist es gehört worden, dass du jemand verlassen hättest, der zu dir seine Zuflucht nahm, deine Hilfe anrief und dich um deine Fürbitte anflehte! Von solchem Vertrauen beseelt, eile ich zu dir, o Jungfrau der Jungfrauen und Mutter. Zu dir komme ich, seufzend stehe ich Sünder vor dir, o Mutter des Ewigen Wortes, verschmähe nicht meine Worte, sondern höre mich gnädig an und erhöre mich! Amen.

Unter deinen Schutz und Schirm (Sub tuum praesidium)

Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin. Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau. Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin, versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne. Amen.

Diese marianische Antiphon ist eines der ältesten Mariengebete. Für das ursprünglich kürzere Gebet, das nur die ersten zwei (bis "gebenedeite Jungfrau") der drei Sätze umfasst, finden sich Belege schon aus dem dritten Jahrhundert in einem griechischen Papyrusfragment. Daher sei es Papst Paul VI. zufolge "wegen seines Alters verehrungswürdig und seinem Inhalt nach großartig".

Holde Jungfrau, Makellose

Holde Jungfrau, Makellose,
wunderrein in Ewigkeit!
Schöne Blume, Gottes Rose,
blühende Verborgenheit!

Lass von deinem hohen Bilde
uns ein ferner Abglanz sein,
hingegeben deiner Milde
und erhellt von deinem Schein!

Bitte für uns, dass uns Sünde
nie in ihrem Banne hält,
dass die Seele heimwärts finde
aus der Fremde dieser Welt!

 


Obige drei Vierzeiler sind ein Auszug aus einem längeren Gedicht.
In diesem habe ich das untragbare "wenn die Sünde uns in ihrem Banne hält" durch "dass uns Sünde nie in ihrem Banne hält" ersetzt.

Hilf, Maria, es ist Zeit

Hilf Maria, es ist Zeit,
Mutter der Barmherzigkeit!

Du bist mächtig, uns in Nöten
und Gefahren zu erretten,
denn wo Menschenhilf’ gebricht,
mangelt doch die deine nicht.

Nein, du kannst das heiße Flehen
deiner Kinder nicht verschmähen.
Zeige, dass du Mutter bist,
wenn die Not am größten ist!

Hilf Maria, es ist Zeit,
Mutter der Barmherzigkeit!

O Maria, hilf (ein Maria-hilf-Gebet mit Bezug auf die Sterbestunde)

O Maria, hilf.

O Maria, hilf.
O Maria, hilf doch mir.
Ein armer Sünder kommt zu dir.

Im Leben und im Sterben
lass mich nicht verderben.
Lass mich in keiner Todsünd' sterben.

Steh mir bei im letzten Streit,
o Mutter der Barmherzigkeit.

 


In meinem Umfeld ist es üblich, dieses Gebet dreimal hintereinander zu beten.

 


Das Bild rechts ist der Internet-Seite
http://www.heilige-maria.de/maria-hilf.html
entnommen.
Durch Anklicken dieses Bildes rechts gelangt man auf diese Seite.

Ich gehe, wenn ich traurig bin

Ich gehe, wenn ich traurig bin,
zur lieben Mutter Gottes hin,
und alles Leid und allen Schmerz
vertrau’ ich ihrem Mutterherz.

Der Sohn in seiner Leidensnacht
hat sie als Mutter uns vermacht.
Uns helfen ist ihr' Mutterpflicht.
Maria, sie vergisst uns nicht.

Manch’ Herz ist an Erbarmen reich,
doch ihrem Herz ist keines gleich.
Des Kindes Leid, des Kindes Schmerz
fühlt nur so recht ihr Mutterherz.

Drum geh, hast du betrübten Sinn,
nur gleich zur Mutter Gottes hin,
und alles Leid und allen Schmerz
erzähle ihrem Mutterherz!

Und sie, die Mutter-Königin
verschafft dir wieder heitren Sinn.
Drum felsenfest dich ihr vertrau!
Sie ist ja unsre liebe Frau.

Das Rosenkrönlein nach d. hl. Ludwig Maria Grignion de Montfort

Das Rosenkrönlein ist ein Kurzrosenkranz aus drei Gesätzchen mit jeweils vier Ave Maria. Ich habe es auf die im folgenden Button verlinkte Seite ausgelagert, wo es mit jweils fünf oder sechs Versen zwischen den Grundgebeten versehen ist. Man kann es aber auch ohne diese Verse beten.

Effiziente und wichtige Ablass- und Stoßgebete an Maria

  Stoßgebet Ablass
Meine Mutter, mein Vertrauen! 300 Tage
Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns! 300 Tage
Unsere liebe Frau von Lourdes, bitte für uns! 300 Tage
Maria, unsere Hoffnung, habe Mitlied mit uns! 300 Tage
Jungfra Maria, Mutter Jesu, mache uns heilig! 300 Tage
Hilf mir, Maria, dass ich in Gott und für Gott lebe! 300 Tage
Es segne uns mit ihrem lieben Kind die Jungfrau Maria! 300 Tage
Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib! 300 Tage
Süßes Herz Mariä, sei unsere Rettung! 300 Tage
Unbeflecktes Herz Mariä, sei unsere Rettung! ?

Etwas längere, inhaltlich aber wichtige Ablassgebete an Maria

  Kurzgebet Ablass
•  Würdige mich dich zu loben, heilige Jungfrau,
gib mir Kraft wider deine Feinde!
300 Tage
Freue Dich, Jungfrau Maria; du allein hast alle
Irrtümer überwunden auf der ganzen Erde.
300 Tage
Mutter der Liebe, Mutter der Schmerzen,
Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns!
300 Tage
Jungfrau vor der Geburt, bitte für uns! Ave Maria
Jungfrau bei der Geburt, bitte für uns! Ave Maria
Jungfrau mach der Geburt, bitte für uns! Ave Maria
300 Tage
O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns,
die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!
vollk. an
4 Tagen

: Den vollkommenen Ablass für das letztgenannte Gebet, "O Maria, ohne Sünde empfangen, …", gibt es unter den gewöhnlichen Bedingungen (Beichte bis zu einer Woche vor oder nach dem Ablasstag, Kommunion, jegliche Abkehr von der Sünde, ein Glaubensbekenntnis, ein Vaterunser und Gebet nach Meinung des Hl. Vaters, das durch ein nochmaliges Vaterunser, ein Ava Maria und ein Ehre sei dem Vater erfüllt werden kann) am Fest der Erscheinung der Wundertätigen Medaille (27. November), am Fest der Unbefleckten Empfängnis, am Osterfest und am eigenen Sterbetag.

•  Maria, Mutter Gottes, Mutter der Barmherzigkeit, bitte für uns und alle, die im Frieden des Herrn verschieden sind! 300 Tage
•  Maria, Mutter der Gnade, Mutter der Barmherzigkeit, schütze uns vor dem Feinde
und nimm uns auf in der Stunde des Todes!
300 Tage

Anmerkungen zu den Ablassgebeten

Seit Papst Paul VI. gibt es eigentlich nur noch zwei Arten von Ablässen, den vollkommenen Ablass und den Teilablass. Da ich aber davon ausgehe, dass die früheren Päpste in der Sühneleistung der Ablassgebete nicht vollkommen daneben lagen, möchte ich die früher angegebene Zahl der Tage doch erwähnen. Dabei ist anzumerken, dass etwa 300 Tage Ablass nicht die Fegfeuerzeit um 300 Tage abkürzen, sondern einen Erlass an Bußzeit gewähren, der 300 Tage harter Buße auf Erden entspricht.

Weitere Ablassgebete gibt es auf der folgenden Seite:

Dort ist insbesondere mit einem Stern (*) hinter einem Ablass das Folgende vermekt: "Wer das betreffende Gebetchen einen Monat lang (an dreißig aufeinanderfolgenden Tagen) verrichtet, hat am Schluss, unter den gewöhnlichen 4 Bedingungen, auf einen vollkommenen Ablass Anrecht." Auch hinter einigen der in den vorigen beiden Abschnitten erwähnten Ablassgebete könnte man einen Stern hinzufügen.

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